Andreas H. Drescher

FRAU BLAU

Sie bleibt stehen unter den Gespaltenen
Sie schwankt nicht fasst nicht fällt nicht
Bleibt
Blau
Kommen Ihre Füße im Gras an können das Gras
Mit nackten Zehen bis zum hin Fluss entleeren
Zum Knie
Zum Kinn
Ohne zu wachsen bist du ihre Leere
Nach innen hin ihr banalitäres Rinnen

8. Juni 2018 11:57










Andreas H. Drescher

ZOCKERPARADIES

Ausgespielt im obskuren Rinnen
gleißender Profilierung Abhandliches Lehnen
geteilter Buntsandstein Was alles es hütet und
aufbraucht flüssigen Theodolits Der wahren Vertikale
aller Atem aufgebraucht vom Steigen der Extrapolation

Gereinigt wettet es auf sich selbst wo immer es kann

Medikamentierte Züge in den Tag ranziger Kriege
Rhetorisch geläpperte Zungen Ein und Aus
richterische Konditionen in den Herzog
meinendeinen Herzog nichtgemachter Detoxine
Maelstromplappern ausgereicht und dann kassiert

Rektal das Ergo suppenkaspert im Discounter

30. Mai 2018 20:55










Andreas H. Drescher

ÖZILS KAMPFHUNDE VERTAGT

Die angreifbare Waldwand
Erst hinter dem Saum der Windeinfall
Dreißigvierzig Schritte erst
Dort rückt die Blechlichkeit sich ein
Als beknopfte Maschine als
Knirschendes hackendes Harken derer
die das für dich weiterdenken

14. Mai 2018 20:55










Andreas H. Drescher

TEILTROMPETER

Giftige Katzen trompetet der Teiltrompeter
Absurdität um Absurdität
Bitter-Texturen mit aufgestelltem Fell
das Vernünfte ins Hecheln
massiert wo seine Rheuma-Räume warten
Wird man doch wohl noch
schweigen dürfen Hall-Schweigen erster Art
Phonetische Manöver von
Katzenzungen über Haut überhaupt Poren alle
in Ohren umgearbeitet loslos
So kommt es dass selbst wer weghört hinhört

8. Mai 2018 07:59










Andreas H. Drescher

HIRSEDIEB

Das Glück der Vogelscheuche wo
sie Bussarde trägt ein Staunen Bern
hards vor den Fransen der Roggen
muhme hat er Dorrendes gesehen
durchs UV von Mäusepinkelspuren

Freunde sind sie vor dem einen
Bein das Holz ist und das Kralle
ist wo es so fruchtgelb ragt das
Tropfen das die Krempe fiedert
im Scharren der Ähren-Daunen

21. April 2018 00:33










Andreas H. Drescher

SPIEGELSCHRANK I

All dein Unglück passt
in den Toupierkamm mit
dem du dich unter der
Frisur kratzt die vor wie
nach hoch ist so hoch
dass sie an der Wolken
bildung mitwirkt bildung
von heute an mit einem
ganz kleinen b wie poren

16. April 2018 23:18










Andreas H. Drescher

BAUMRECHEN

Das recht und rechnet Stunden aus in Schüssen
Apfelkarussell vor jeder Forke das Geostere gejagt
vor kleinem Himmel Bettlerbilder Flüchtling sagt
er als Sumpfdeckelschnecke Entropien dunkel
gebändert grünbraun am Apfelbaum polarisiert
Groll-Gestöber güllen eingesteift Mitteleuropa
verkniffenes Äquinoktium der Hakenharken

Am Limit wo die Familie Kasernen ausstreift
konsekentern flatternden Verfalls Schuhwerk
als Uhrwerk licht End des Gefratze schon seit
Pfingsten züngelt das das Sattelchen vor dem
Genick genug wissbare Wiesen mähend über
zwei Staaten hin daher der Bibelwald Geruch
der Frömmellieder heimgefedertes Straucheln

13. April 2018 08:04










Andreas H. Drescher

DAS MOOSGEBET

Das Moos als Fest der Selbtbehauptung
Die Gerecktheit früher Zigaretten also
Die Lasso die ich Papa stolpere
Das schmeckt nach Malzbier Freunde
Die Rotkehlchentöne im Chitin
Der selbstgegossenen Soldaten
Das Moosgebet dreht sie mir in den Wind

6. April 2018 06:59










Andreas H. Drescher

HOF ART ZWIEBEL ZWEI

Selbst schuld wers ich
die Augen reibt umauf
zuwachen Taktilblitze
obauf überzählige Häute
übertragen sich auf den
Apfel überm Geh nerv
Das Geh genteil jetzt ein
es Jauchzens zentripetal
er Schmerz der Schmerz
ist also eine Untersagung
Daalso ist sie die desodo
sierende Wirkung unser
er Zwiebel ihr Al dente
vor ihrem Gelb nicht nur
vor ihrem Braun nicht ihr
dentales Zucken hautig
wie die Erde selbst ein
Hunger dieses Frösteln
des Verbackenen wo es
zerreibtundriebenrastet
Das treibt noch einmal
aus in Dung und Dunk
elheiten schliert sich sch
nippend in den Einverfall

3. April 2018 12:38










Andreas H. Drescher

HOF ART ZWIEBEL EINS

Ungeduldig bist du Un
geduldig ganz wie eine
Zwiebel die ihre Außen
häute einvertrocknet um
sie zu zerrieseln rang
elnde Trockenheit vor
Tränen das Konkave
wächst jetzt an zu einer
roten Wortehalle die
Finger schnippen ins
Schniefen knacken das
Zauberwort Zick zick
Zilles die Schneide des
Triebes der das Aus be
deutet rauscht vermehrt
die olfaktorische Eremit
in die die leichten Häute
leiert ihre Erde spielt
Zweitageswarzen fort
bis drei Tonnen über
stiegen sind Geruchs
glimmende Felder sie
wissen von ihrem deso
zialen Hauch er wächst

27. März 2018 16:53