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		<title>Zazen-Sesshin (5)</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 11:47:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerald Koll</dc:creator>
				<category><![CDATA[a]]></category>

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		<description><![CDATA[Endlos ist der erste Tag, er ist es immer noch, immer noch ist dies der erste Tag, der 27. Dezember, der sich nicht neigt, der sich nicht kr&#252;mmt, der unerbittlich Dr&#228;hte schmiedet, gl&#252;hendes Kupfer, das er &#252;ber die Kniescheiben spannt. Stramm und mit Gewalt. Zum L&#246;sen l&#228;sst sich das hochgelegte Bein vorn ablegen. Das Kissen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Endlos ist der erste Tag, er ist es immer noch, immer noch ist dies der erste Tag, der 27. Dezember, der sich nicht neigt, der sich nicht kr&#252;mmt, der unerbittlich Dr&#228;hte schmiedet, gl&#252;hendes Kupfer, das er &#252;ber die Kniescheiben spannt. Stramm und mit Gewalt.<br />
Zum L&#246;sen l&#228;sst sich das hochgelegte Bein vorn ablegen. Das Kissen l&#228;sst sich hochkant stellen, zwischen die Beine, wie ein Sattel. Das lindert f&#252;r Minuten, bis die Dr&#228;hte neue Nadel&#246;hre finden.<br />
Gezittertes Notat vor dem Sturz in den Tiefschlaf: Zittern, Schwei&#223; und K&#228;lte, leichtes Kollabieren. Ende Tag 1.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>still still still</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 16:30:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Kiehne</dc:creator>
				<category><![CDATA[a]]></category>

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		<description><![CDATA[nur wenige worte f&#252;hren in die stille wie schschsch oder willst du ein bonbon zertrene muscheln am strand zerbrochene zweige im geb&#252;sch schlaf jetzt der fleck geht beim waschen wieder raus sag nichts mama nichts papa schschsch ich sag nichts still still still weil das Kindlein schlafen will]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>nur wenige worte<br />
f&#252;hren in die stille<br />
wie<br />
schschsch<br />
oder<br />
willst du ein bonbon</p>
<p>zertrene muscheln am strand<br />
zerbrochene zweige im geb&#252;sch</p>
<p>schlaf jetzt<br />
der fleck geht beim<br />
waschen wieder raus</p>
<p>sag nichts<br />
mama<br />
nichts<br />
papa</p>
<p>schschsch<br />
ich sag nichts</p>
<p>still still still<br />
weil das Kindlein<br />
schlafen will</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Die Beamten des Himmels (Agamben)</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 21:52:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans Thill</dc:creator>
				<category><![CDATA[a]]></category>
		<category><![CDATA[angels]]></category>
		<category><![CDATA[Arab Revolution]]></category>
		<category><![CDATA[hair]]></category>
		<category><![CDATA[Rumi]]></category>

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		<description><![CDATA[IV. Die Heilige Herrschaft 1. Sie tragen das Haar wie ein Rumi. Mittlere L&#228;nge wo nicht lockig bis &#252;ber den Kragen. Sie wurden als Ibn Arabi mit Klingen gest&#228;hlt, spezialisiert auf Nacken (die Freiheit der Nacken) 2. der Schmutz der Welt l&#228;sst auch sie nicht ganz kalt. Vor einer Gefahr reagieren sie als ein Hirte, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>IV. Die Heilige Herrschaft</p>
<p>1.<br />
Sie tragen das Haar wie ein Rumi.<br />
Mittlere L&#228;nge wo nicht lockig bis &#252;ber<br />
den Kragen. Sie wurden als Ibn Arabi<br />
mit Klingen gest&#228;hlt, spezialisiert<br />
auf Nacken (die Freiheit der Nacken)</p>
<p>2.<br />
der Schmutz der Welt l&#228;sst auch sie<br />
nicht ganz kalt. Vor einer Gefahr reagieren<br />
sie als ein Hirte, der das Schwein &#252;ber<br />
die Erde treibt</p>
<p>3<br />
m&#228;nnlich bis zur Nase und dar&#252;ber von<br />
horribler Intelligenz. Ein Wurm<br />
kommt ihnen aus dem Mund, sobald<br />
sie ihren Zorn verschweigen. Sie sind<br />
nerv&#246;s, schlafen dann doch</p>
<p>4<br />
statt zu k&#228;mpfen. Sie haben den<br />
leichtesten Schritt, da ihnen der<br />
tausendf&#252;ssige Tag seine Netze leiht,<br />
Dschinnen aus Djenin.</p>
<p>5<br />
Die Aufst&#228;ndischen sind l&#228;ngst mit<br />
Manna sediert. Ihre Br&#252;der laufen sich<br />
die Sandalen wund auf Ozeanen aus<br />
Asche wie in einem italienischen<br />
Film</p>
<p>6<br />
als Vorwand f&#252;r verh&#252;lltes Fleisch<br />
und einen Vulkan, der auf eisernen<br />
F&#252;&#223;en zum Bett der Geliebten hinkt.<br />
Viele sitzen auf der Haut, nehmen<br />
nie rechtzeitig Geld in<br />
die Hand</p>
<p>7<br />
rennen mit t&#246;richtem &#214;l in den Lampen<br />
auf Felsen, die nichts zeigen als salzige<br />
Gischt, geschweige ein Schiff voller M&#228;nner,<br />
die ihre Pfunde bereuen oder hinter<br />
der Entfernung ein verdienter Sieg</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Zazen-Sesshin (4)</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 17:18:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerald Koll</dc:creator>
				<category><![CDATA[a]]></category>

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		<description><![CDATA[Beim dokusan k&#252;ndigt sich der Fragende durch Schl&#228;ge mit einem Schlegel auf eine Glocke beim namenlosen Meister an und begibt sich zum Einzelgespr&#228;ch in dessen kleine Gartenlaube. Auf die einer gewissen Tradition folgende Frage &#8220;Wer bin ich?&#8221; greift der namenlose Meister einer gewissen Tradition folgend zu einem massiven langstieligen L&#246;ffel und drischt damit auf den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beim dokusan k&#252;ndigt sich der Fragende durch Schl&#228;ge mit einem Schlegel auf eine Glocke beim namenlosen Meister an und begibt sich zum Einzelgespr&#228;ch in dessen kleine Gartenlaube. </p>
<p>Auf die einer gewissen Tradition folgende Frage &#8220;Wer bin ich?&#8221; greift der namenlose Meister einer gewissen Tradition folgend zu einem massiven langstieligen L&#246;ffel und drischt damit auf den Oberschenkel des Fragenden. </p>
<p>Nun holt der namenlose Meister aus. Die Rede ist von Mitgef&#252;hl statt Dominanz. Wider Illusionen, Geisterwelten, Dualismen &#8211; universale Einverleibung vertr&#228;gt sich nicht mit Exorzismen. </p>
<p>Es gibt keinen L&#246;ffel, es gibt nur den L&#246;ffelbetrachter, es gibt nur den, auf dessen Netzhaut ein griffbereit liegender L&#246;ffel abgebildet ist.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Memorandum an die UNESCO</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 09:27:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerald Koll</dc:creator>
				<category><![CDATA[a]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Indirekter Egoismus manifestiert sich haupts&#228;chlich in einem abnormen Altruismus, der sogar imstande ist, etwas, was uns selber als gut und richtig erscheint, unserem Nachbarn unter dem Deckmantel christlicher N&#228;chstenliebe, Menschlichkeit und gegenseitiger Hilfe aufzudr&#228;ngen. Egoismus ist seinem Wesen nach immer Habgier, die sich haupts&#228;chlich auf dreifache Weise zeigt: als Machttrieb, Lust und Faulheit. Diese drei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Indirekter Egoismus manifestiert sich haupts&#228;chlich in einem abnormen Altruismus, der sogar imstande ist, etwas, was uns selber als gut und richtig erscheint, unserem Nachbarn unter dem Deckmantel christlicher N&#228;chstenliebe, Menschlichkeit und gegenseitiger Hilfe aufzudr&#228;ngen. Egoismus ist seinem Wesen nach immer <em>Habgier</em>, die sich haupts&#228;chlich auf dreifache Weise zeigt: als Machttrieb, Lust und Faulheit. Diese drei moralischen &#220;bel werden durch ein viertes erg&#228;nzt, das m&#228;chtigste von allen &#8211; <em>Dummheit</em>. Wirkliche Intelligenz ist sehr selten und stellt statistisch einen unendlich kleinen Teil des Durchschnittsverstandes dar. Von der Warte eines h&#246;herentwickelten Geistes betrachtet, ist das durchschnittliche Intelligenzniveau sehr niedrig. Leider wird ungew&#246;hnliche Intelligenz &#8211; als eine seltene individuelle Eigenschaft &#8211; h&#228;ufig durch eine entsprechende moralische Schw&#228;che oder gar einen Defekt teuer bezahlt und stellt somit eine G&#246;ttergabe dar, die fragw&#252;rdiger Natur ist.&#8221;<br />
(Carl Gustav Jung: Techniken f&#252;r einen dem Weltfrieden dienlichen Einstellungswandel. Memorandum f&#252;r die UNESCO. 1948.)</p>
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		<title>Gestern Abend starb Theo Angelopoulos</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 16:03:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerald Koll</dc:creator>
				<category><![CDATA[a]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Ich erinnere mich, wie ich 1961 nach Paris ging. Ich trank davor mit ein paar Freunden, die mir das Ticket bezahlt hatten, denn ich ging auf gut Gl&#252;ck &#8211; einfach nur mit einem Ticket und weg war ich. Sie riefen: &#8220;Auf deinen Wunsch!&#8221; Und mein Wunsch war: &#8220;Ich m&#246;chte viel reisen.&#8221; Das ist eingetreten. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://der-goldene-fisch.de/ping/wp-content/2012/01/Video-Angelopoulos-im-Auto1.jpg"><img src="http://der-goldene-fisch.de/ping/wp-content/2012/01/Video-Angelopoulos-im-Auto1-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" class="aligncenter size-medium wp-image-4403" /></a></p>
<p>&#8220;Ich erinnere mich, wie ich 1961 nach Paris ging. Ich trank davor mit ein paar Freunden, die mir das Ticket bezahlt hatten, denn ich ging auf gut Gl&#252;ck &#8211; einfach nur mit einem Ticket und weg war ich. Sie riefen: &#8220;Auf deinen Wunsch!&#8221; Und mein Wunsch war: &#8220;Ich m&#246;chte viel reisen.&#8221; Das ist eingetreten. Die Reise ist nicht einfach nur ein Ortswechsel oder nur eine Anh&#228;ufung von Kenntnissen. Sie ist mehr als das, sie setzt etwas in Bewegung. Zumindest bei mir mobilisert sie alles in einem solchen Ma&#223;e, dass ich oft sage: Mein einziges Zuhause ist in einem Auto. Das ist der einzige Ort, an dem ich mich im Gleichgewicht mit mir selbst und der Welt befinde &#8211; neben meinem Fahrer, denn ich selbst kann nicht fahren. Meistens ist das w&#228;hrend der Drehortsuche mein Fotograf, der zugleich mein Freund ist. Und so sehe ich durch das offene Fenster die Landschaft vorbeiziehen. Das ist meine Auffassung von Harmonie.“<br />
(Theo Angelopoulos im Gespr&#228;ch mit mir am 29. September 2001)</p>
<p><a href="http://der-goldene-fisch.de/ping/wp-content/2012/01/Festival-Foto-Neues-Set021.jpg"><img src="http://der-goldene-fisch.de/ping/wp-content/2012/01/Festival-Foto-Neues-Set021-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" class="aligncenter size-medium wp-image-4398" /></a></p>
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		<title>Br&#228;unerhof</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 08:33:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerald Koll</dc:creator>
				<category><![CDATA[a]]></category>

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		<description><![CDATA[W&#228;re der Fotograf hier im Br&#228;unerhof, wo Thomas Bernhard naturgem&#228;&#223; einkehrte und mit verschr&#228;nkten Armen &#252;ber einer Wiener Melange verzweifelte, ein wenig h&#246;her platziert, h&#228;tte er in den Spiegeln sehen k&#246;nnen, wie links und rechts auf der Bank neben dem Fotografen eine Unzahl Thomas-Bernhard-Anh&#228;nger mit verschr&#228;nkten Armen &#252;ber ihrer Wiener Melange verzweifelten, doch h&#228;tte er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://der-goldene-fisch.de/ping/wp-content/2012/01/20120119-Br&#228;unerhof-2-Goldener-Fisch.jpg"><img src="http://der-goldene-fisch.de/ping/wp-content/2012/01/20120119-Br&#228;unerhof-2-Goldener-Fisch.jpg" alt="" width="600" height="337" class="aligncenter size-full wp-image-4385" /></a></p>
<p>W&#228;re der Fotograf hier im Br&#228;unerhof, wo Thomas Bernhard naturgem&#228;&#223; einkehrte und mit verschr&#228;nkten Armen &#252;ber einer Wiener Melange verzweifelte, ein wenig h&#246;her platziert, h&#228;tte er in den Spiegeln sehen k&#246;nnen, wie links und rechts auf der Bank neben dem Fotografen eine Unzahl Thomas-Bernhard-Anh&#228;nger mit verschr&#228;nkten Armen &#252;ber ihrer Wiener Melange verzweifelten, doch h&#228;tte er dazu die Arme entschr&#228;nken und aufstehen m&#252;ssen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kehrwiederspitze</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 20:33:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirko Bonné</dc:creator>
				<category><![CDATA[a]]></category>

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		<description><![CDATA[Die sternbildlosen Jahre, die ich hier sa&#223; und weiterlief, ist mir nie irgendwer begegnet. Und pausenlos hat es geregnet. Als ob ich tr&#228;umte und nicht schlief. Minuten lehnte ich an dem Gel&#228;nder, und mir war gut. Nichts kam zur&#252;ck, die Spur, das Spurverwischen, schon lange bei den Fischen in einer See aus Missgeschick. Dreihundert Tage [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die sternbildlosen Jahre,<br />
die ich hier sa&#223; und weiterlief,<br />
ist mir nie irgendwer begegnet.<br />
Und pausenlos hat es geregnet.<br />
Als ob ich tr&#228;umte und nicht schlief.</p>
<p>Minuten lehnte ich an dem Gel&#228;nder,<br />
und mir war gut. Nichts kam zur&#252;ck,<br />
die Spur, das Spurverwischen,<br />
schon lange bei den Fischen<br />
in einer See aus Missgeschick.</p>
<p>Dreihundert Tage Regen, Regen<br />
zu jeder Tageszeit, die ich hier sitze<br />
und auf das Frachterwasser sehe.<br />
Die graue Ferne, graue N&#228;he –<br />
du, Elbe, ich, Kehrwiederspitze.</p>
<p>*</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Zazen-Sesshin (3)</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 17:59:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerald Koll</dc:creator>
				<category><![CDATA[a]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Schweigen im Zazen-Sesshin bedeutet, den Morgen sprachlos zu beginnen und den Tag ohne Gutenachtgru&#223; zu beenden, obwohl der Schlafboden unter dem niedrigen Dach zu intimer Enge verpflichtet. Die Gaumensegel meiner Schlafnachbarin brechen nachts das Schweigegebot, ohne dass sie davon erf&#252;hre. Geschwiegen wird auch w&#228;hrend der Mahlzeiten. Aber man verbeugt sich oft. Als Servierer bestimmt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Schweigen im Zazen-Sesshin bedeutet, den Morgen sprachlos zu beginnen und den Tag ohne Gutenachtgru&#223; zu beenden, obwohl der Schlafboden unter dem niedrigen Dach zu intimer Enge verpflichtet. Die Gaumensegel meiner Schlafnachbarin brechen nachts das Schweigegebot, ohne dass sie davon erf&#252;hre.<br />
Geschwiegen wird auch w&#228;hrend der Mahlzeiten. Aber man verbeugt sich oft. Als Servierer bestimmt, verbeuge ich mich, bevor ich mich erhebe, bevor ich den Topf auf das Tablett stelle, bevor ich mit dem Tablett den Rundgang beginne, bevor ich die ersten beiden Sitzenden bediene, mich hinknie, Suppe sch&#246;pfe, aufstehe, nachdem ich die ersten beiden Sitzenden bedient habe, die n&#228;chsten und die &#252;bern&#228;chsten und die &#252;ber&#252;bern&#228;chsten. Schweigend empfange ich die Instruktion des namenlosen Meisters mit Sprachlizenz, den Daumen nicht auf den Rand der Schale zu legen, zum Auff&#252;llen der Schale beide Knie zu beugen, mit der Kelle nicht im Topf zu schaben, gleichwohl das Feste aus der Tiefe des Topfes zu fischen, das leichte Wischen der H&#228;nde des Sitzenden als Zeichen ausreichender Portion zu verstehen, den in der Schale ruhenden L&#246;ffel als Zeichen erfolgter S&#228;ttigung zu verstehen, nach dem Erheben einen dem Sitzenden zugewandten Seitw&#228;rtsschritt zu unternehmen, um dem Eindruck vorzubeugen, sich schn&#246;de abzuwenden, was eine vorschnelle Rechtswendung misslich mit sich br&#228;chte. Gleichwohl gelte es, diesem Seitw&#228;rtsschritt die Dezenz der Absichtslosigkeit zu geben.<br />
Speditive Einnahme der Nahrung als Medizin. Schweigend werden wir Bauchredner. Die Vorhut der Rebellion?</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Zazen-Sesshin (2)</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Jan 2012 18:45:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerald Koll</dc:creator>
				<category><![CDATA[a]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute ist der 27. Dezember, 14 Uhr, das hei&#223;t, dass die ersten sechs Sitzungen abgesessen sind, dass jeder Sitzende still und unabl&#228;ssig von eins bis zehn z&#228;hlte, immer wieder, bis vierzig Minuten vor&#252;ber waren, bis sechs mal vierzig Minuten vor&#252;ber waren. Wie oft z&#228;hlte ich in zweihundertvierzig Minuten von eins bis zehn? Auch das breiige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute ist der 27. Dezember, 14 Uhr, das hei&#223;t, dass die ersten sechs Sitzungen abgesessen sind, dass jeder Sitzende still und unabl&#228;ssig von eins bis zehn z&#228;hlte, immer wieder, bis vierzig Minuten vor&#252;ber waren, bis sechs mal vierzig Minuten vor&#252;ber waren. Wie oft z&#228;hlte ich in zweihundertvierzig Minuten von eins bis zehn? Auch das breiige Fr&#252;hst&#252;ck ist dankbar eingenommen, auch Samu, die Arbeitsstunde, ist vor&#252;ber, in schielender Ergebenheit ist Laub geharkt und der geneigten Winterwiese aufgetragen. Auch die Mittagsspeise ist unter federnden Verbeugungen serviert, vielfach mit Dank verziert und eiligst eingeschaufelt. Schweigend.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Zazen-Sesshin (1)</title>
		<link>http://der-goldene-fisch.de/ping/archives/4354</link>
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		<pubDate>Sat, 07 Jan 2012 09:05:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerald Koll</dc:creator>
				<category><![CDATA[a]]></category>

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		<description><![CDATA[In einem Winkel Deutschlands, wo Schlote und Stollen zu vermuten sind, befinden sich waldige Verstecke. Dort, wo man nachts K&#228;uze rufen h&#246;rt, &#252;ben wir zazen. Zw&#246;lf mal t&#228;glich vierzig Minuten meditieren. Viereinhalb Tage lang. Wenn man dann nicht die innere Wand durchbricht, wann dann? In dieser Frage steckt ein Fehler. Die Nacht zum ersten Tag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einem Winkel Deutschlands, wo Schlote und Stollen zu vermuten sind, befinden sich waldige Verstecke.<br />
Dort, wo man nachts K&#228;uze rufen h&#246;rt, &#252;ben wir zazen. <font color="green" size="1">Zw&#246;lf</font> mal t&#228;glich vierzig Minuten meditieren. Viereinhalb Tage lang. Wenn man dann nicht die innere Wand durchbricht, wann dann? In dieser Frage steckt ein Fehler.<br />
Die Nacht zum ersten Tag gibt wenig Schlaf im Rasseln der Sucher der Stille. Geschlafen wird auf dem Dachboden. Der Spitzdachboden misst an seinem Scheitelpunkt ein Meter zwanzig. Die F&#252;&#223;e keilen sich ins Dach.<br />
Der namenlose Meister ist ein frischer alter Mann. Drei&#223;ig Jahre lang lebte er in einem japanischen Kloster. Vor zehn Jahren kam er nach Deutschland. Fragt man ihn, wie alt er sei, so sagt er: zw&#246;lf.</p>
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		<title>zw&#246;lf &#8211; douze &#8211; twelve</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 17:49:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans Thill</dc:creator>
				<category><![CDATA[a]]></category>
		<category><![CDATA[doubt]]></category>
		<category><![CDATA[new year]]></category>
		<category><![CDATA[wolf]]></category>
		<category><![CDATA[wulff]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Wort Zw&#246;lf ist das, in dem die W&#246;lfe heulen. Die Ungeduld ist zw&#246;lf Kilo Hackfleisch schwer. Der zw&#246;lfte Schluck kommt aus dem Meer. Das zw&#246;lfte &#214;l hilft gegen r&#228;tselhafte Leiden. Apolodor h&#228;lt kein Versprechen. Der zw&#246;lfte Sowieso wird nimmer schweigen. Die zw&#246;lfte Elfe hat jetzt einen Architekten. Zw&#246;lf Hotels passen l&#228;ssig in ein Loch. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Wort Zw&#246;lf</p>
<p>ist das, in dem die W&#246;lfe heulen.<br />
Die Ungeduld ist zw&#246;lf Kilo Hackfleisch<br />
schwer. Der zw&#246;lfte Schluck kommt<br />
aus dem Meer. Das zw&#246;lfte &#214;l hilft<br />
gegen r&#228;tselhafte Leiden. Apolodor<br />
h&#228;lt kein Versprechen. Der zw&#246;lfte<br />
Sowieso wird nimmer schweigen.<br />
Die zw&#246;lfte Elfe hat jetzt einen<br />
Architekten. Zw&#246;lf Hotels passen<br />
l&#228;ssig in ein Loch. Im Garten nebenan<br />
i&#223;t man sein Brot mit Erde.<br />
Um zw&#246;lf, um zw&#246;lf</p>
<p>Le Mot Douze</p>
<p>connait la doute qui gouverne tout les<br />
mots en d. Il y a peu de lumière a<br />
l´interieur ou ça sent de foin coupé.<br />
L` impatience pèse douze kilo de porc<br />
haché, douze gouttes et la mer sera<br />
vidée. En douze jours L´Iliade<br />
se lit en soi même. Apolodor s´appelle<br />
le prof qui tutoye tous le reste.<br />
D´ou venez-vous ma p´tite elfe?<br />
Douze éléments seront la joie de tous<br />
les diables en Zélande: Ma mère, mon père,<br />
en drap, en drille. A midi. A midi.</p>
<p>Twelve as a Word</p>
<p>is filled with swords and the sound<br />
of tweezers. Impatience weight is<br />
twelve pounds of mince. Inside the<br />
word the darkness rules, it smells<br />
like straw and litter. Some oil will<br />
help Apolodor to go insane. Ocean is<br />
twelve drops of salt and something else.<br />
In garden twelve you may have<br />
bread with earth, so do the strand<br />
and listen to the twelvelight. at home<br />
my mother in tweed, my father in tin.<br />
at twelve, at twelve.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Zw&#246;lf</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 11:17:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerald Koll</dc:creator>
				<category><![CDATA[a]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Himmel. Ein Feld. Drei N&#252;sse. Zwei W&#246;rter. Drei Bl&#228;tter. Ein Zwerg. Ein Punkt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Himmel.<br />
Ein Feld.<br />
Drei N&#252;sse.<br />
Zwei W&#246;rter.<br />
Drei Bl&#228;tter.<br />
Ein Zwerg.<br />
Ein Punkt.</p>
<p><a href="http://der-goldene-fisch.de/ping/wp-content/2012/01/IMG_3036-Haselnuss-klein1.jpg"><img src="http://der-goldene-fisch.de/ping/wp-content/2012/01/IMG_3036-Haselnuss-klein1.jpg" alt="" width="191" height="340" class="alignright size-full wp-image-4345" /></a></p>
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		<item>
		<title>In den Zw&#246;lften also</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Jan 2012 06:16:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas H. Drescher</dc:creator>
				<category><![CDATA[a]]></category>

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		<description><![CDATA[Ruft es den J&#228;ger aus dem Reinen zweiten Eingesagten &#220;berm See hinaus &#220;berm Fisch hinaus ins Wild Weg unterm &#214;l des Bruders Weg aus dem Bauch auch je Der Architektur Der Jagd &#252;berm Widerrist Entgegen - (f&#252;r Hans)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ruft es den J&#228;ger aus dem<br />
Reinen zweiten Eingesagten<br />
&#220;berm See hinaus<br />
&#220;berm Fisch hinaus ins Wild</p>
<p>Weg unterm &#214;l des Bruders<br />
Weg aus dem Bauch auch je<br />
Der Architektur<br />
Der Jagd &#252;berm Widerrist</p>
<p>Entgegen                      -</p>
<p>(f&#252;r Hans)</p>
]]></content:encoded>
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		<title>~</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 00:03:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Louis Seyerlein</dc:creator>
				<category><![CDATA[a]]></category>

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		<description><![CDATA[15.01 – Ich hatte unl&#228;ngst eine Spule digitaler Speicherscheiben von einem Zimmer in ein anderes Zimmer getragen. Wie ich &#252;ber eine T&#252;rschwelle trete, wurde mir bewusst, dass ich in meinen H&#228;nden 500 Filme transportierte oder 750 Stunden Zeit, die vergehen w&#252;rde, wenn ich jeden dieser Filme einmal betrachten sollte. Ich setzte mich auf mein Sofa [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>15.01 – Ich hatte unl&#228;ngst eine Spule digitaler Speicherscheiben von einem Zimmer in ein anderes Zimmer getragen. Wie ich &#252;ber eine T&#252;rschwelle trete, wurde mir bewusst, dass ich in meinen H&#228;nden 500 Filme transportierte oder 750 Stunden Zeit, die vergehen w&#252;rde, wenn ich jeden dieser Filme einmal betrachten sollte. Ich setzte mich auf mein Sofa und legte eine der Scheiben in meinen Computer. Kaum 2 Minuten waren vergangen, und schon hatte ich 5 Filme, die auf dem Datentr&#228;ger seit Jahren gespeichert waren, von ihrem urspr&#252;nglich Ort in einen Kasten von der Gr&#246;&#223;e einer Zigarrenschachtel transportiert. Mein Computer arbeitete indessen so leise, dass ich mein Ohr an sein Geh&#228;use legen musste, um gerade noch seinen Atem vernehmen zu k&#246;nnen. Zwei Stunden atmete mein Computer, in dem er alle Filme der Spule, Scheibe um Scheibe, in den kleinen Kasten, der neben ihm auf dem Sofa ruhte, transferierte. Dann holte ich eine weitere Spule und setzte meine Arbeit fort, bis auch diese Spule und ihre Filme in das K&#228;stchen &#252;bertragen waren, Spule um Spule, eine Nacht entlang. Nun ist das so, dass sich in meinem neuen Filmmagazin ungef&#228;hr 3000 Filme befinden, ohne dass das Datenk&#228;stchen gr&#246;&#223;er oder schwerer geworden w&#228;re. Ich glaube, ich habe etwas Welt verdichtet, einen Raum gespeicherter Filmbetrachtungszeit verkleinert, eine M&#246;glichkeit der Zeit, die sich selbst nicht ver&#228;ndert haben sollte. – stop</p>
<p><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air">&gt; particles</a></p>
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