Gerald Koll

Zwölf

Ein Himmel.
Ein Feld.
Drei Nüsse.
Zwei Wörter.
Drei Blätter.
Ein Zwerg.
Ein Punkt.

6. Januar 2012 12:17










Andreas H. Drescher

In den Zwölften also

Ruft es den Jäger aus dem
Reinen zweiten Eingesagten
Überm See hinaus
Überm Fisch hinaus ins Wild

Weg unterm Öl des Bruders
Weg aus dem Bauch auch je
Der Architektur
Der Jagd überm Widerrist

Entgegen –

(für Hans)

4. Januar 2012 07:16










Andreas Louis Seyerlein

~

15.01 – Ich hatte unlängst eine Spule digitaler Speicherscheiben von einem Zimmer in ein anderes Zimmer getragen. Wie ich über eine Türschwelle trete, wurde mir bewusst, dass ich in meinen Händen 500 Filme transportierte oder 750 Stunden Zeit, die vergehen würde, wenn ich jeden dieser Filme einmal betrachten sollte. Ich setzte mich auf mein Sofa und legte eine der Scheiben in meinen Computer. Kaum 2 Minuten waren vergangen, und schon hatte ich 5 Filme, die auf dem Datenträger seit Jahren gespeichert waren, von ihrem ursprünglich Ort in einen Kasten von der Größe einer Zigarrenschachtel transportiert. Mein Computer arbeitete indessen so leise, dass ich mein Ohr an sein Gehäuse legen musste, um gerade noch seinen Atem vernehmen zu können. Zwei Stunden atmete mein Computer, in dem er alle Filme der Spule, Scheibe um Scheibe, in den kleinen Kasten, der neben ihm auf dem Sofa ruhte, transferierte. Dann holte ich eine weitere Spule und setzte meine Arbeit fort, bis auch diese Spule und ihre Filme in das Kästchen übertragen waren, Spule um Spule, eine Nacht entlang. Nun ist das so, dass sich in meinem neuen Filmmagazin ungefähr 3000 Filme befinden, ohne dass das Datenkästchen größer oder schwerer geworden wäre. Ich glaube, ich habe etwas Welt verdichtet, einen Raum gespeicherter Filmbetrachtungszeit verkleinert, eine Möglichkeit der Zeit, die sich selbst nicht verändert haben sollte. – stop

> particles

2. Januar 2012 01:03










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