Andreas H. Drescher

DER SÜDEN III

Ein Unhold ist er also geworden, unser Süden. Er war es einfach leid, dieses Gedudel unserer Stand-Musik. So rülpste er Synkopen hinein. So rülpste er noch unserem Lachen Lachen in den Schlaf. Und trug er uns schnarchend in den Vordersteven. So war er der Unhold unseres Abstandes geworden. Lange setzte er uns und setzte uns zu dort unten. Bis wir selbst den Vordersteven noch als Bierbank lernten. So hörte sein Groll nicht auf. Das war sein Vorsprung. Unser Gesang hatte sich bald tot gesegelt unter Deck. Einmal um Sonne und Mond herum. Die letzten Funken. An denen hatten wir uns beiderseits verhoben. Deshalb schaffte er uns das Große Bruchband her. Das Große Bruchband für uns alle, das besonders tief in unsere Leisten drang. In die Leisten unserer Leistungen. Einmal Unhold, immer Unhold, ganz von diesem Bruchband an. Funkenflug als Nachzahlung, Steuernachzahlung der Windrichtung, Nachzahlung des Südens.

5. Mai 2014 07:46










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Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Der GOLDENE FISCH durchschwimmt die Nacht der Museen. 9 Autoren unseres Forums (20.00 – 20.45 Martin Piekar, Christine Langer, Nicolai Vogel / 22.30-23.15 Sylvia Geist, Hendrik Rost, Christine Kappe / 23.30 – 00.15 Andreas H. Drescher / Markus Stegmann / Thorsten Krämer) lesen mit Felicitas von Lovenberg und den Schauspielern Anna Böger und Fredrik Jan Hofmann im Literaturhaus Frankfurt am Main. Wir freuen uns!

1. Mai 2014 19:33










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