Christine Kappe

harte und weiche Sachen

Solange die weggeworfenen Dinge harte Sachen waren, Werkzeuge, Bauelemente, selbst Munition, regten sie nur unseren Verstand an, der fragte: Wozu war das gut? – waren es aber weiche Sachen, in denen sich der menschliche Körper abzeichnete, Schuhe, Betten, dann wussten wir uns nicht mehr zu helfen, wir mussten uns mit ihnen in Beziehung setzen, und letztlich mit den Menschen, die sich darin befunden hatten, und wir merkten, dass sie fehlten, aus einem anderen Grund als dem natürlichen.

(nach dem Besuch der „Rosenbuschverlassenschaften“ von A. und H.J. Breuste in Hannover Ahlem)

8. Mai 2016 18:32