Konstantin Ames
Rauchende männer rauchender
Colts korper prärede redigt reisig
Wolken verlippt inne stadt lich
ver
knallt inne spiegel Vulkan
v was so schmilzt
(Performancekünstlerin pupst« 20.10.2021)
20. Oktober 2021 12:15
Rauchende männer rauchender
Colts korper prärede redigt reisig
Wolken verlippt inne stadt lich
ver
knallt inne spiegel Vulkan
v was so schmilzt
(Performancekünstlerin pupst« 20.10.2021)
20. Oktober 2021 12:15Leute, sagt er, ich bin ein Pfad, der zieht sich wie
ein Seil. Ein bisschen Keisser, ein bisschen Zelda,
lehre ich euch das Fluchen.
Ihr Augenengel, Faltenleute, mitoch-Ohrenkämpfer,
ihr spaziert hier noch mit einem Felsen im Genick.
Ein Gitarrist bin ich gewesen, Leute, vor dem sich
ein Vulkan verneigt. Das Manna habe ich zu loben,
Mannheim zu preisen und euer Städtchen hier ist sicher
ein Paradies auf Bröseln, gemalt von Breugel.
Leute, sagt er, alle Dinge sind mir Raben. Die Dinge
schmelzen, die Sonne trägt Flanell.
Ich preise, sagt er, den Hamsin und die Routine
auf dem Weg nach Sonstwo, Gimmeldingen, Leute.
Die Freundschaft mit der Wirklichkeit im Elul,
die will ich sehen, sagt er noch, aber im Präteritum,
und jetzt du Chochem, sagt er noch
Begrüßungsgedicht für Shimon Adaf, Ayana Erdal, Amir Eshel, Hedva Harechavi, Ayat Abou Shmeiss, Adi Wolfson, Mirko Bonné, Yevgeniy Breyger, Mara-Daria Cojocaru, Maren Kames, Steffen Popp und Anja Utler
eine weide wenn der sommer vorbei ist
eine weide nah beim fluss
von der kein blatt gefallen
und keines von der sonne
orange und rot gebissen ist
die blätter hängen und werden bleicher
sie schaukeln und werden bleicher
über dem wirbelnden fluss –
als wenn sie nicht loslassen wollten
sie sind so kalt; betrunken vom
wirbeln des windes vom fluss –
sie nehmen den winter nicht wahr
das letzte das loslässt und fällt
ins wasser zu boden
(nach William Carlos Williams)
8. Oktober 2021 19:20Mücken flaumen durch
das oktobersanfte Licht,
später Pappelschnee.
„In 60 Stunden lernen, wie Deutschland funktioniert“
Dieses Lehrwerk hält nicht, was es verspricht
Aber eignet sich zum Dichten
Allein die Tatsache, welch Abenteuer es ist, einen Kurs einzurichten
Einen Raum zu finden
Zu behalten
Und jetzt sind wir hier in einem kleinen Raum in der oberen Etage eines großen, alten Hauses
Großen, leeren Hauses
In dem ab und zu ein Hausmeister herumspukt, den ich Angst habe, einzuschließen
Ins Wasser gestellte Sessel,
ein Blau, das alle Grübeleien
leuchtend unterspült.
Wogig wirft sich die Zeit
über die Spritzdecken, verrinnt
ohne dass wir kentern.
Das weiß verwildernde Salz
auf unserer Haut,
das innere Kabbeln
nach einer gewagten Überfahrt.
Luvseite des Lebens,
wenn sich abends
der Wind in der Zeltplane fängt.
Brandung schäumt bis in unsere Träume.
Für Gabriele Kriks
21. September 2021 08:23can′t get no sleep / silberfisc
raben schreien smog / inmitten der gaukler
aufschlag / die rosigen wa
unge männer harrn der erfrischu
schokoladenstaub in der nase, nachts
sich sicher sein / porös
Er trägt auf dem Rücken als Zeichnung
ein einzelnes, blinzelndes, bewimpertes
Auge. Was es eräugt, fliegende, fliehende
Beute, frisst er nicht. Er kann warten,
wie Hitze, Gott warten. Er lähmt, zerrt
alles Wände hoch in Staubwinkel. Im Stillen,
für dich, in deiner Stachelsprache, nenn ihn
Mensch. Nur sprich das Wort nicht aus.
Für Andreas Altmann
*
16. September 2021 12:10auf dem Weg zu mir. Das war der Tag, als die
Züge streikten. Ich aß es schüchtern, nahm es kaum
aus der Tüte heraus, die Maske unters Kinn geschoben.
Man wird das später alles nicht verstehen – Maske?
Mett? Bald bin ich 50. Ich aß ein Mettbrötchen in Hamm
und es schmeckte mir.
2.9.2021
2. September 2021 17:53