Andreas H. Drescher
Als ob der Unterste im
Westen läge als
Zi
Garette
und
Zi
Tat
Oft beschrieben nur noch
Fronten
Fronten
Fronten
Bis ins Weißeste hin
Ein
Die Krümel auf dem Tisch
Ein
Not
Arzt
Wagen
Schießt auf den zentralen Kreisel
Zu
16. Januar 2018 11:24
Tobias Schoofs
parnell zu einem jubler am straßenrand: irland
soll frei sein und du sollst deine steine klopfen
(nach W. B. Yeats)
14. Januar 2018 22:16
Christian Lorenz Müller
Nicht „in guten wie in schlechten Zeiten“
sollte es heißen, sondern „bei guter
wie bei schlechter Laune“.
Im Hafen der Ehe liegen nicht nur
Kreuzfahrtschiffe, sondern auch
Handels- und Kriegsschiffe vor Anker.
In jeder Ehehölle leben zwei Teufel,
die gleichzeitig zwei gequälte Seelen sind.
13. Januar 2018 12:42
Andreas H. Drescher
Möbel aus Tuff
Auch die haben die Hochzeit nicht bestanden
Die Kontur der Zwei im Ventilator
Zuviel der Braut
Im Lam
I
Nat
Zuviel des Bräut
I
Games
In der Polytour
Manchmal wehen sie einander als
Gewächse zu auf
Möbel aus Tuff
12. Januar 2018 18:03
Claudia Gabler
Der Westwind machte einen Augenblick Rast auf den
Hügeln, Johnny toupierte erst seine Haare und zog dann
wie in Zeitlupe eine Mütze an, die noch weißer war als
*
die Schneewand, die hinter ihm hing. Der Ober brachte
Decken zum Schutz gegen die Wolken, die plötzlich
doch leuchteten. Ihre Umrisse hingen über unseren
*
Köpfen wie Kronen. Johnny war auf Krawall aus, mit
tierischen Bewegungen kreiste er seine Hüfte und
klopfte auf unsere Helme. Der Westwind kroch in die
*
transzendierenden Gletscher, die Schaufensterscheiben
der großen Geschäfte spiegelten sein wuchtiges Profil und
die gewaltigen Kämme, die er für seine Haare benutzte.
*
Dann fiel wie in Zeitlupe und mit gewaltiger Lautstärke
die Schneewand herunter. Die Nummer sah ziemlich
echt aus und begrub den Großteil des Teams unter sich,
*
während der Westwind unter den Palmen dahinfuhr und
einen stummen Gruß an alle ausrichtete. Erst jetzt sah ich
die roten Lämpchen, die zwischen den Büschen brannten.
11. Januar 2018 12:17
Mirko Bonné
Die Stühle sind angekommen!
In Reihen stehen sie im Licht
des Saals, als könnten sie sich
unauffällig geben und davon-
laufen, sobald jemand vergisst,
die Tür zu schließen. Genauso
wartet das Licht. Es sinkt auf die
Stühle. Wer später darauf sitzt,
weiß das dunkle Holz ebenso gut
(ebenso wenig) wie irgendeiner
sonst. Aber das ist ja zum Glück
auch überhaupt nicht die Frage,
du Stuhlforscher! Ahnen die Stühle,
wer auf ihnen Platz nehmen wird?
Ahnt es irgendeiner? Wer denn? Wo
ist der Weg, der Steg aus Licht quer
durch den Saal der ganzen Ignoranz?
*
10. Januar 2018 21:17
Andreas H. Drescher
Die Betten ab
gezogen dann ins Salz ge
t
auch
t
in den Fingergelenken das
Geräusch des
Was
s
er
koch
er
s
Auf der Zunge der Geschmack von Fenst
er
led
er
Schwer der Klostein schwer
Warte
bald kommen die Kinder nach Hause
und bringen dich mit um dich aus dem
Salz aus dem Leinen zu nehmen – Dort
10. Januar 2018 13:58
Thorsten Krämer
Was es zu wissen gibt über Gegel,
kann dir ein Russe in fünf Minuten erklären.
Aber in der Londoner Nacht
ist kein Russe zur Hand.
Und die Gespräche überkreuzen sich
bis zur Unverständlichkeit.
Gegel.
Hēgeru.
Hēigéěr.
Es gibt einen Witz, dessen punch line lautet:
„Everybody’s got to be somewhere.“
Auch das hat mit Gegel zu tun.
Schwarz.
Gitter.
Du.
Ich schreibe nach dem Hören.
Es gibt ja keinen Mangel an Sinn,
nur den Überfluss der Zeichen.
Gegel mit Gegel.
Gegel ohne Gegel.
Gegel gegen Gegel.
Was sich zu verstehen lohnt,
lässt sich nicht verstehen.
Wer das sagt, ist kein Russe
und hat keine Ahnung von Gegel.
Aber in der Londoner Nacht
liegt noch immer Mǎkèsī begraben.
(für Isolda Mac Liam)
7. Januar 2018 19:20